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Verliert man wirklich Wärme über den Kopf? Wahr oder falsch im Winter

„Setz deine Mütze auf, über den Kopf verliert man die Hälfte der Körperwärme!“ Jeder kennt diesen Satz, meist von der Großmutter an der Haustür. Der Rat ist gut, die Zahl aber falsch. Hier erfahren Sie, was man wirklich darüber weiß, wie der Körper im Winter Wärme verliert, und was das für die Wahl von Mütze, Schal und Handschuhen bedeutet.

Woher der Mythos der „50 %“ stammt

Die Zahl stand lange in einem Überlebenshandbuch der US-Armee, das von 40 bis 45 % Wärmeverlust über den Kopf sprach. Sie geht vermutlich auf militärische Versuche aus den 1950er-Jahren zurück: Die Freiwilligen wurden in isolierenden Anzügen der Kälte ausgesetzt … aber mit unbedecktem Kopf. Kein Wunder, dass der Großteil der Wärme über den einzigen freien Körperteil entwich.

2008 griffen zwei Ärzte die Frage im British Medical Journal auf: Der Kopf macht etwa 7 bis 10 % der Körperoberfläche aus und verliert ungefähr denselben Anteil an Wärme. Mit anderen Worten: Der Körper verliert Wärme dort, wo er unbedeckt ist, ungefähr im Verhältnis zur freiliegenden Fläche. Wer im T-Shirt mit Mütze hinausgeht, friert an den Armen.

Warum friert man dann so schnell am Kopf?

Weil Gesicht, Kopfhaut und Hals zu den Bereichen gehören, die am empfindlichsten auf Temperaturunterschiede reagieren. Im Winter sind sie außerdem oft die einzigen freien Stellen, während der übrige Körper im Mantel steckt. Dort spürt man die Kälte zuerst, und eine Mütze bringt sofort spürbaren Komfort. Der Rat der Großmutter bleibt also richtig, nur aus einem anderen Grund.

Wo die Wärme wirklich entweicht

Die Hände, die zuerst geopfert werden

Bei Kälte schützt der Körper vorrangig seine lebenswichtigen Organe: Er drosselt die Durchblutung der Extremitäten. Die Finger kühlen deshalb viel schneller aus als der Rest, selbst unter einem guten Mantel. Darum sind Handschuhe genauso wichtig wie eine Mütze. Unsere besten Tipps finden Sie in 7 Tipps für warme Hände.

Der Hals, die vergessene Zone

Zwischen Mantelkragen und Mütze bleibt der Hals oft dem Wind ausgesetzt. Ein gut gebundener Schal schließt diesen „Kamin“, durch den kalte Luft hinein- und warme Luft hinausströmt. Wie Sie ihn mit Stil binden, zeigen unsere 5 Arten, den KANDER-Schal zu binden.

Feuchtigkeit und Wind

Ein feuchtes Material leitet Wärme viel schneller ab als ein trockenes, und der Wind trägt die dünne warme Luftschicht um die Haut fort. Trocken und windgeschützt zu bleiben zählt oft mehr als die Dicke der Kleidungsschichten.

Wahr oder falsch im Winter

  • „Über den Kopf verliert man die Hälfte der Wärme.“ Falsch. Etwa 7 bis 10 %, wie bei anderen unbedeckten Bereichen ähnlicher Größe.
  • „Dann ist eine Mütze ja nutzlos.“ Falsch. Ist der übrige Körper bedeckt, gehört der Kopf zu den letzten freien Stellen: Ihn zu bedecken verändert das Kälteempfinden spürbar.
  • „Kalte Hände heißen, der Körper schützt sich.“ Wahr. Das Blut wird zur Körpermitte umgeleitet, und die Extremitäten kühlen zuerst aus.
  • „Je dicker, desto wärmer.“ Nicht unbedingt. Isolierend wirkt die ruhende Luft in der Faser, und ein Material, das schwitzen lässt, kühlt am Ende aus.
  • „Feuchte Wolle wärmt nicht mehr.“ Teilweise wahr: Jedes nasse Material isoliert schlechter. Deshalb lohnt sich eine Faser, die atmet und schnell trocknet.

Wo Alpaka den Unterschied macht

Die Alpakafaser ist teilweise hohl: Sie schließt ruhende Luft ein und isoliert dadurch sehr gut bei sehr geringem Gewicht. Außerdem lässt sie Wasserdampf durch, statt ihn festzuhalten, und vermeidet so den „kalten Umschlag“ nach einer Anstrengung. Ausführlich erklären wir das in Warum Alpaka wärmt, ohne dass man schwitzt.

In der Praxis deckt das wirksamste Trio die drei Zonen ab, die am schnellsten auskühlen: eine Mütze wie die ÄGERI-Mütze oder die SARNEN-Mütze, den KANDER-Schal um den Hals und die touchscreenfähigen TITLIS-Handschuhe für die Hände. Alle drei gibt es als passende Geschenksets, ideal zum Verschenken wie zum Selbstbehalten.

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